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Dr. phil. Georg Wolff
Dipl-Psychologe
Psychologischer Psychotherapeut

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Einleitung:

Das AD/HS wird in der Regel mit „Aufmerksamkeits-Defizit / Hyperaktivitäts-Störung“ übersetzt. Ich finde diese Verknüpfung von AD/HS mit „Störung“ fragwürdig und übersetze deshalb das „S“ in AD/HS mit „Syndrom“.

Ein „Syndrom“ ist eine „Diagnose“, also eine Kombination von bestimmten Merkmalen, also Symptomen bzw. hier beim AD/HS bestimmten Erlebens- und Verhaltensweisen, die immer wieder in ähnlicher Weise gemeinsam auftreten, auch wenn einzelne dieser Verhaltensweisen von Kind zu Kind recht unterschiedlich ausgeprägt sein können.

Das Aufmerksamkeits-Defizit / Hyperaktivitäts-Syndrom (AD/HS) ist das häufigste von mehreren Syndromen im Kindes- und Jugendalter, bei denen Schwächen in der Aufmerksamkeitsfokussierung und Konzentration, Erregbarkeit, Unruhe und vor allem die Impulsivität eine zentrale Rolle spielen.

Bei betroffenen Kindern werden diese Symptome auch als "hyperkinetische" Verhaltensmerkmale bezeichnet, da man früher statt von einem "AD/HS" von "HKS“ ( = „Hyperkinetische Störung") sprach.

Der Grund für die Namensänderung ist, dass bei den Kindern die Schwächen in der Aufmerksamkeitsfokussierung bei Aufgabenstellungen häufiger und zentraler sind als die motorische Unruhe. Mädchen weisen im Vergleich zu Jungen seltener die motorische Unruhe auf. Sie haben also häufiger ein "ADS" ("Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom").

Das AD/HS bzw. das ADS kann auch noch bei Erwachsenen behandlungsbedürftig sein. Denn wenn das AD/HS nicht richtig diagnostiziert und behandelt wird, führt es meistens zu erheblichen seelischen, sozialen und schulisch-beruflichen Problemen wie Schulversagen, soziales Scheitern und familiäre Tragödien.

Diese Schwierigkeiten können sich ins Erwachsenenalter fortsetzen mit z.T. gravierenden beruflichen und Beziehungsstörungen. Trotz jahrzehntelanger Forschungen wird das AD/HS leider oft noch nicht richtig erkannt, und es gibt viele Missverständnisse, Fehldiagnosen und entsprechend auch unzureichende Behandlungen.

Der wichtigste Grund für Fehlbehandlungen und für die ernsten Probleme ist fehlendes oder unzureichendes Wissen über das AD/HS. Deshalb brauchen die oft ratlosen und verunsicherten Eltern von Kindern mit AD/HS, aber auch manche Ärzte, ErzieherInnen und LehrerInnen dieser Kinder dringend ganz genaues und konkretes Wissen über die Besonderheiten des AD/HS.

Sehr viele Kinderärztinnen und Kinderärzte sind schon sehr erfahren bzgl. AD/HS. Viel genaues Wissen über das AD/HS ist auch der sicherste Schutz gegen die gravierenden Folgen und gegen unzureichende Behandlungen.